"Kunscht" in Neckarmühlbach: Gestern Burg, heute Fernsehen

Die Burg Guttenberg diente dem SWR-Fernsehen als Kulisse für das neue Kunstformat. Gestern erst gedreht, wird die neueste Kunscht-Sendung bereits heute (Donnerstag, 23.15 Uhr) ausgestrahlt. (Rhein-Neckar-Zeitung vom 10.4.2014)

Von Heiko Schattauer
Neckarmühlbach. "Die Guttenberg wurde noch nie eingenommen - und das soll sich auch nicht ändern!" Mit Leidenschaft und für einen Schwertkampfanfänger erstaunlich behände, verteidigte Lars Reichow gestern Morgen die Mauern der Burg Guttenberg. Gut, im Duell mit dem Moderator des SWR-Fernsehens hielt Angreiferin Lea sich vornehm zurück, aber dennoch: Zumindest bis die erste Moderation für die neueste Ausgabe der Sendung "Kunscht!" im Kasten war, blieb die Burg über Neckarmühlbach auch weiterhin uneingenommen.
In aller Früh' hatte sich das Fernsehteam zur Guttenberg aufgemacht, um die aktuellen Moderationsbeiträge für das seit Anfang des Jahres laufende Kunstformat "just in time" zu filmen. Gestern erst gedreht, wird die neueste Kunscht-Sendung bereits heute (Donnerstag, 23.15 Uhr) im SWR-Fernsehen ausgestrahlt. "Das SWR war ja schon öfter zu Gast auf der Guttenberg", begründet Kunscht-Regisseurin Jana Gührer die Auswahl der besonderen Dreh-Location: "Außerdem gibt es hier eben nicht nur eine Burg an sich, sondern auch einiges drumrum".
Das "Drumrum" bestimmte nun gestern die Moderationen von Kunscht-Frontmann Lars Reichow. Neben dem Schwertkampf mit der Wimpfenerin Lea Spraul, die mit ihrem Vater und Kampfkunstlehrer Martin regelmäßig Vorführungen auf der Guttenberg präsentiert, hatte der SWR-Mann noch weitere Herausforderungen zu bewältigen.
Denn während die 19-Jährige sich auf Schwert und Schaukampf konzentrieren konnte, hatte Reichow vor laufenden Kameras noch möglichst hängerfreie Moderationen zu liefern. Mehrfach wurde da am endgültigen Ablauf, an den Positionen, Kameraeinstellungen und Ausführungen gefeilt. Bis nach eineinhalb Stunden Dreharbeit schließlich eine halbe Minute Anmoderation samt Schwertkampfeinlage im Kasten sind.
"Ja, wir betreiben da einen großen Aufwand", räumt Jana Gührer ein, " aber es lohnt sich auch." Man will das neue Kunstformat nicht mit langweiligen Moderationen aus dem Studio fahren. Sondern mit aktionsgeladenen Einlagen an geschichtsträchtigen Orten - wie eben der Burg Guttenberg. Dort wurde gestern neben dem Schwertkampf auf der Brücke über dem Burggraben übrigens auch eine weitere Einstellung mit den Schreiadlern der weithin bekannten Greifenwarte gedreht, auch die Burgschenke rückte in den Sucher und Fokus der Fernsehkameras.
Den Schwertkampf auf der Brücke mitsamt Ausführungen über Uneinnehmbarkeit und Rittertum veranstaltete man natürlich nicht nur aus Jux und Dollerei: "In der neuen Sendung geht es unter anderem um eine aufwendige Ritterausstellung im Reis-Engelhorn-Museum in Mannheim", erklärte Regisseurin Jana Gührer, "und um Maximilian I.". Der gilt als letzter Ritter überhaupt und wird von Aushilfsritter Lars Reichow in seiner Anmoderation mit durchaus stimmig charakterisiert.

(Foto: Heiko Schattauer) - Link zum Originalartikel

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